2025: Ein durchwachsenes Solarjahr – neutraler Marktbericht (Deutschland)

025 blieb der Photovoltaikmarkt insgesamt stabil, zeigte jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Segmenten. Während Freiflächenanlagen zulegten, stand der Dachanlagenmarkt unter Druck.

Segmententwicklung: Großprojekte legen zu, Dachanlagen schwächeln

Der Photovoltaikmarkt in Deutschland hat sich im Jahr 2025 insgesamt nahezu stabil entwickelt, zugleich aber eine deutliche Verschiebung zwischen den Segmenten erlebt. Nach vorläufigen Angaben wurden rund 17,5 Gigawatt (GW) Photovoltaikleistung neu installiert – gegenüber 2024 ein leichter Rückgang um etwa ein Prozent. Wachstum gab es vor allem bei Freiflächenanlagen sowie bei Steckersolargeräten, während insbesondere Dachanlagen im klassischen Installations- und Großhandelsgeschäft deutlich nachgaben.

Die Zahlen zeigen ein klar differenziertes Bild:

  • Freiflächen-Solarparks wuchsen deutlich: 2025 gingen rund 8 GW an Freiflächenanlagen in Betrieb (2024: 6,5 GW), was einem Plus von etwa 25 Prozent entspricht.
  • Im Heimsegment (≤ 30 kW) sank der Zubau spürbar auf rund 5,2 GW (2024: 6,8 GW) – ein Rückgang um rund 25 Prozent.
  • Auf Industrie- und Gewerbedächern (> 30 kW) fiel der Zubau moderat auf rund 3,7 GW (Vorjahr: 3,9 GW), entsprechend etwa 5 Prozent Rückgang.
  • Steckersolargeräte legten weiter zu: Neu installiert wurden rund 0,5 GW (2024: 0,4 GW), ein Zuwachs von etwa 25 Prozent.

Damit setzt sich der Trend fort, dass große Projekte und vereinfachte Kleinstanlagen zulegen, während das Kerngeschäft der klassischen Dachanlagen deutlich schwächer ausfällt.

Solarstrom: Rekordjahr bei der Erzeugung

Trotz der durchwachsenen Zubau-Dynamik in einzelnen Segmenten erreichte die Stromerzeugung aus Photovoltaik 2025 ein neues Rekordhoch. Der Anteil der Photovoltaik an der inländischen Stromerzeugung stieg auf rund 18 Prozent. Gleichzeitig wird für 2026 ein Risiko gesehen, dass der Zubau insgesamt rückläufig ausfallen könnte – auch weil das Markttempo 2025 nicht mehr zugenommen hat.

Ausbaupfad bis 2030: Ziel bleibt anspruchsvoll

Für das gesetzliche Ausbauziel von 215 GW Photovoltaikleistung bis 2030 ist rechnerisch ein jährlicher Zubau von 19,6 GW erforderlich. Mit einer inzwischen erreichten PV-Gesamtleistung von rund 117 GW (bzw. 118 GW nach Hochrechnung) ist erst gut die Hälfte des Zielpfads erreicht. Der Abstand zwischen Ist-Zubau und notwendigem Zieltempo bleibt damit ein zentraler Indikator für die kommenden Jahre.

Speicher: Kapazität wächst – Schwerpunkt verschiebt sich

Parallel zum PV-Ausbau entwickelt sich auch der Stromspeichermarkt weiter. In Deutschland sind mittlerweile Batteriespeicher mit rund 25 Gigawattstunden (GWh) Kapazität installiert – etwa eine Verfünffachung seit 2020. Der Großteil entfällt weiterhin auf Heimspeicher in Kombination mit PV, doch eine Verschiebung wird sichtbar:

  • Die Nachfrage nach Heimspeichern ging 2025 um rund 8 Prozent zurück (auf etwa 600.000 neu installierte Systeme).
  • Insgesamt sind rund 2,4 Millionen Batteriespeicher in Betrieb.
  • Der Ausbau von Großbatteriespeichern der Megawattklasse konnte sich mehr als verdoppeln.
  • Gewerbespeicher verzeichneten ebenfalls ein deutliches Kapazitätsplus (rund 30 Prozent).

Gleichzeitig wird betont, dass der jährliche Ausbau der Batteriespeicherkapazitäten für eine vollständig erneuerbare Stromversorgung perspektivisch deutlich höher ausfallen müsste.

Einordnung

Das Solarjahr 2025 war insgesamt stabil, aber nicht dynamisch: Während Solarparks und Steckersolargeräte zulegen, bleibt der Dachanlagenmarkt – vor allem im Heimsegment – deutlich hinter dem Vorjahr zurück. Für die kommenden Jahre bleibt entscheidend, ob es gelingt, den jährlichen Ausbau wieder näher an das notwendige Zieltempo heranzuführen und gleichzeitig Speicherinfrastruktur in ausreichender Geschwindigkeit auszubauen.

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